Niedersachsen in Europa – Wirtschaft und Arbeitsmarkt

Hinter dem Bild einer Europakarte ist das Bild einer Frau mit Bauhelm zu sehen. Darüber liegt seitlich eine Europa-Flagge.
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In diesem Beitrag wird die Position Niedersachsens und seiner Statistischen Regionen im Vergleich zu den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union anhand ausgewählter europäischer Daten aus den Bereichen Wirtschaft und Arbeitsmarkt betrachtet. Die Themen Bevölkerung und Bildung sind im vorangegangenen Beitrag behandelt worden.

Datenquelle

Als Datenquelle dient grundsätzlich die regionalstatistische Internetdatenbank von Eurostat. Angaben zur Europäischen Union (EU-27) beziehen sich auf die 27 Mitgliedstaaten seit Februar 2020 nach dem Austritt des Vereinigten Königreichs. Das EU-27-Gebiet wird unterteilt nach der NUTS-Systematik. Für NUTS 0 (Mitgliedstaaten), NUTS 1 (für Deutschland: Länder) und NUTS 2 (für Niedersachsen: Statistische Regionen) wird grundsätzlich der Eurostat-Datenstand vom Mai 2023 ausgewiesen. Dies ist in einigen Fällen ein älteres Berichtsjahr als der auf Deutschland- bzw. Länder-Ebene verfügbare Stand. Kleine Abweichungen zu anderen Veröffentlichungen gehen auf unterschiedliche Berechnungsstände und auf im Europa-Vergleich unvermeidbare definitorische Unterschiede zurück.

BIP in Niedersachsen mit mittelgroßen EU-Staaten vergleichbar

  • Die Wirtschaftsleistung Niedersachsens entsprach 2021 fast der von Dänemark, welche an Position 11 in der Europäischen Union rangierte.
  • Die Kaufkraft, gemessen als preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf, lag 2021 in Niedersachsen 10% über dem EU-Durchschnitt.
  • Die Erwerbstätigenquote der 15- bis 64-Jährigen stieg 2022 in Niedersachsen auf 77,0% und lag weiterhin deutlich über dem EU-27-Durchschnitt von zuletzt 69,8%.

Wirtschaftsleistung steigt europaweit stärker als in Niedersachsen

Nachdem die Wirtschaftsleistung 2020 im Zuge der weltweiten Corona-Pandemie deutlich zurückgegangen war, gab es im 2. Corona-Jahr 2021 wieder einen deutlichen Anstieg. Gemessen am BIP (in jeweiligen Preisen) stieg die Wirtschaftsleistung Niedersachsens 2021 laut Eurostat1Die Angaben zum Bruttoinlandsprodukt weichen von anderen Veröffentlichungen ab, da Eurostat die Revisionen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (AK VGRdL) nicht zeitnah berücksichtigen kann. um 4,7% (Tab. T2 und Abb. A1). Tatsächlich sind im zweiten Jahr der Pandemie alle Volkswirtschaften der EU-27 gewachsen, und zwar durchweg stärker als in Niedersachsen. In 12 EU-Staaten betrug das BIP-Wachstum (in jeweiligen Preisen) sogar mehr als 10%. Mehrheitlich handelte es sich dabei um Staaten (Süd-)Osteuropas, während die großen Volkswirtschaften Westeuropas vergleichsweise schwächer gewachsen sind. Am stärksten fiel das Wachstum der Wirtschaftsleistung mit 15,5% in Kroatien aus, vor Bulgarien mit 15,3% und Estland mit 14,5%. Die geringsten Zuwächse waren in der Slowakei (+5,5%), Finnland (+5,7%) und Deutschland (+5,8%) zu verzeichnen.

Balken-Diagramm: Veränderung des Bruttoinlandsprodukt (BIP in jeweiligen Euro-Preisen) 2021 gegenüber 2020 im EU-Vergleich in Prozent – für Niedersachsen, Deutschland und EU27 sowie Minimum und Maximum (Werte aus Tabelle 2).
A1 Veränderung des Bruttoinlandsprodukts (BIP in jeweiligen Euro-Preisen) 2021 gegenüber 2020 im EU-Vergleich – Prozent –

Mit einem Anstieg des BIP um 4,9% auf zuletzt über 97 Milliarden Euro bleibt die Statistische Region Weser-Ems innerhalb Niedersachsens die Region mit der höchsten Wirtschaftsleistung. Hier ist das BIP binnen Jahresfrist auch am stärksten gestiegen, während die Statistische Region Hannover niedersachsenweit mit +4,4% das schwächste Wirtschaftswachstum aufwies.

Rückgang der kaufkraftbereinigten Wirtschaftsleistung Niedersachsens im europäischen Vergleich

Für Vergleiche auf europäischer Ebene ist das BIP in Kaufkraftstandards (KKS) pro Einwohnerin bzw. Einwohner ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Leistung eines Landes oder einer Region. KKS sind eine fiktive Geldeinheit, mit deren Hilfe die Unterschiede zwischen den Preisniveaus der Länder rechnerisch aufgehoben werden. So kann mit einem KKS in allen Mitgliedstaaten dieselbe Menge an Waren oder Dienstleistungen gekauft werden. Das BIP in KKS pro Kopf ist die zentrale Variable zur Festlegung der Förderfähigkeit der Regionen (NUTS 2) im Rahmen der Strukturpolitik der Europäischen Union. Es wird normiert dargestellt am Durchschnitt des BIP pro Kopf in KKS der Europäischen Union (= 100). Regionen mit einem Wert über 100 haben dementsprechend ein BIP pro Kopf über dem EU-Durchschnitt und umgekehrt.

In Niedersachsen erreichte das BIP in KKS pro Kopf 2021 einen Wert von 110 (vgl. Tab. T2 und Abb. A2). Das bedeutet, dass die Wirtschaftsleistung pro Kopf preisbereinigt 10% über dem EU-Durchschnitt lag. Deutschland als Ganzes war mit einem Wert von 120 noch etwas stärker. Diesem Indikator zufolge erreichten 7 osteuropäische Staaten sowie Griechenland und Portugal mit Werten bis 77 die geringsten Wirtschaftsleistungen pro Kopf in der EU. Schlusslicht war wie in den Vorjahren Bulgarien mit einem Wert von 57. Unter den deutschen Ländern wies Hamburg mit 191 den mit Abstand höchsten Wert auf und würde damit EU-weit auf Position 3 hinter Luxemburg (268) und Irland (219) liegen. Gegenüber 2020 nahm der Indikator in Niedersachsen um 4 Punkte ab, in Relation zu den Staaten der EU hat sich die kaufkraftbereinigte Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung in Niedersachsen also schlechter entwickelt. Dies war in insgesamt 6 Staaten der EU-27 der Fall, dabei waren in der Slowakei und Deutschland (jeweils -3) die stärksten Rückgänge zu verzeichnen. In Irland ist der Indikator hingegen deutlich um 14 Punkte gestiegen.

Balken-Diagramm: BIP in Kaufkraftstandards je Einwohnerin und Einwohner 2021 in Prozent des EU-Durchschnitts (EU = 100). Werte der EU-Staaten, sowie Niedersachsen und EU27-Durchschnitt sortiert nach Höhe (Werte aus Tabelle 2).
A2 BIP in Kaufkraftstandards je Einwohnerin und Einwohner 2021 – Prozent des EU-Durchschnitts (EU = 100) –

Innerhalb Niedersachsens lag das BIP pro Kopf in KKS in den Statistischen Regionen Braunschweig (140), Hannover (114) und Weser-Ems (106) über dem EU-Durchschnitt. In der Statistischen Region Lüneburg erreichte dieser Indikator nur 84% des EU-Durchschnitts. Damit ist die Statistische Region Lüneburg die einzige in Niedersachsen, die gemäß den Förderkriterien des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) weiterhin als sogenannte Übergangsregion gilt. Auch in der Förderperiode 2021 bis 2027 erhält die Region daher erhöhte Fördermittel aus dem EFRE sowie dem Europäischen Sozialfonds (ESF) für Projekte zur Umsetzung von EU-Zielen. Dabei ist zu beachten, dass der Indikator bei einer großen Zahl von Pendlerinnen und Pendlern über die Grenzen einer NUTS 2-Region ein verzerrtes Bild ergibt, da er die Wirtschaftsleistung am Arbeitsort auf die Bevölkerung am Wohnort bezieht. So haben die Stadtstaaten Hamburg und Bremen als Einpendelzentren zum Beispiel gesteigerten Einfluss auf die (geringe) Höhe des BIP pro Kopf in der Statistischen Region Lüneburg; das erwirtschaftete BIP der Pendlerinnen und Pendler aus der Region Lüneburg wird ihrem Arbeitsort Hamburg oder Bremen zugerechnet.

Niedersächsischer Arbeitsmarkt im europäischen Vergleich überdurchschnittlich gut und weiterhin mit positiver Entwicklung

Für alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union vergleichbare, wohnortbezogene Arbeitsmarktdaten werden mit der EU-Arbeitskräftestichprobe ermittelt. Deutschland erhebt dafür Daten im Rahmen des Mikrozensus2Aufgrund von methodischen Veränderungen im Rahmen der Neugestaltung der Erhebung sind alle Ergebnisse des Mikrozensus ab dem Berichtsjahr 2020 grundsätzlich nur noch bedingt mit Vorjahren vergleichbar. Weitere Informationen zur methodischen Neugestaltung des Mikrozensus ab 2020 und zu den Auswirkungen der Neugestaltung und der Corona-Krise auf die Ergebnisse der Jahre 2020 und 2021 finden Sie auf der Informationsseite des Statistischen Bundesamtes: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Haushalte-Familien/Methoden/mikrozensus-2020.html. Die auf dieser Grundlage gewonnenen Erwerbstätigen- und Erwerbslosenquoten sind anders definiert als in der Beschäftigungsstatistik3„Beschäftigte“ im Sinne der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit sind sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigte. bzw. Arbeitslosenstatistik4Arbeitslose im Sinne der Arbeitslosenstatistik sind Arbeitsuchende ab 15 Jahren bis zur Vollendung des Rentenalters, die beschäftigungslos sind bzw. nur eine geringfügige Beschäftigung (unter 15 Stunden in der Woche) ausüben und eine versicherungspflichtige Beschäftigung (mindestens 15 Stunden in der Woche) suchen. Sie müssen in der Bundesrepublik Deutschland wohnen, für eine Arbeitsaufnahme sofort zur Verfügung stehen und sich persönlich bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit oder einem Träger der Grundsicherung als arbeitslos gemeldet haben. Nicht dazu gehören: Schülerinnen und Schüler, Studierende, Teilnehmende an beruflichen Bildungsmaßnahmen, Personen in Elternzeit, arbeitsunfähig Erkrankte sowie Empfängerinnen und Empfänger von Altersrente. der Bundesagentur für Arbeit.

EU-Arbeitskräftestichprobe – Definitionen

  • Als Erwerbstätige gelten in der EU-Arbeitskräftestichprobe alle Personen, die mindestens 1 Stunde wöchentlich gegen Entgelt einer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Die Erwerbstätigenquoten sind definiert als Anteil der Erwerbstätigen an der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter von 15 bis 64 Jahren.
  • Als Erwerbslose gelten in der EU-Arbeitskräftestichprobe alle Personen, die aktiv irgendeine Tätigkeit suchen und innerhalb von 2 Wochen aufnehmen können. Die Erwerbslosenquoten sind definiert als Anteil der Erwerbslosen an den 15- bis 74-jährigen Erwerbspersonen (Erwerbstätige und Erwerbslose).

Im Jahr 2022 betrug die Erwerbstätigenquote in Niedersachsen gemäß Eurostat 77,0% und lag damit zum wiederholten Male deutlich über dem EU-27-Durchschnitt von zuletzt 69,8% (vgl. Tab. T2 und Abb. A3 ). Beide Quoten stiegen gegenüber dem Vorjahr, in Niedersachsen um 1,9 Prozentpunkte und in der EU-27 um 1,5 Prozentpunkte (vgl. Abb. A4). Unter den 27 EU-Staaten fand sich wie im Vorjahr die höchste Erwerbstätigenquote in den Niederlanden (81,8%). Es folgten Malta (77,6%) und Schweden (77,1%). Die niedrigsten Erwerbstätigenquoten hatten 2022 erneut Italien (60,1%) und Griechenland (60,7%). Innerhalb Niedersachsens war die Erwerbstätigenquote in der Statistischen Region Lüneburg mit 78,5% am höchsten und in der Statistischen Region Braunschweig mit 75,2% am niedrigsten.

Erwerbstätigenquote (15- bis 64-Jährige) in den Staaten der Europäischen Union und den deutschen Ländern 2022 von unter 66,0 (z. B. Rumänien oder Spanien) bis zu 75 und mehr Prozent (z. B. Deutschland oder Schweden).
A3 Erwerbstätigenquote (15- bis 64-Jährige) in den Staaten der Europäischen Union und den deutschen Ländern 2022
Balken-Diagramm: Veränderung der Erwerbstätigenquote (15- bis 64-Jährige) im EU-Vergleich 2022 gegenüber 2021 in Prozentpunkten – für Niedersachsen, Deutschland und EU27 sowie geringster Anstieg und stärkster Anstieg (Werte aus Tabelle 2).
A4 Veränderung der Erwerbstätigenquote (15- bis 64-Jährige) im EU-Vergleich 2022 gegenüber 2021 – Prozentpunkte –

Die Erwerbslosenquote in den EU-27-Staaten sank 2022 gegenüber dem Vorjahr leicht auf zuletzt 6,2% (vgl. Tab. T2 sowie Abb. A5 und A6). In Niedersachsen ist die Quote um 0,6 Prozentpunkte auf nun 2,8% zurückgegangen. Die niedrigste Erwerbslosenquote unter den EU-27-Staaten hatte 2022 die Tschechische Republik (2,2%), die höchsten Spanien (12,9%) und Griechenland (12,5%).

Balken-Diagramm: Erwerbslosenquote (15- bis 74-Jährige) im EU-Vergleich 2022 in Prozent – für Niedersachsen, Deutschland und EU27 sowie Minimum und Maximum (Werte aus Tabelle 2).
A5 Erwerbslosenquote (15- bis 74-Jährige) im EU-Vergleich 2022 – Prozent –
Balken-Diagramm: Veränderung der Erwerbslosenquote (15- bis 74-Jährige) im EU-Vergleich 2022 gegenüber 2021 in Prozentpunkten – für Niedersachsen, Deutschland und EU27 sowie geringste Veränderung und stärkster Anstieg (Werte aus Tabelle 2).
A6 Veränderung der Erwerbslosenquote (15- bis 74-Jährige) im EU-Vergleich 2022 gegenüber 2021 – Prozentpunkte –

In Niedersachsen wies 2022 die Statistische Region Braunschweig mit 3,2% zum zweiten Mal in Folge die höchste Erwerbslosenquote auf vor der Region Hannover mit 3,1%. Die niedrigste Quote zeigte sich mit 2,5% wiederum in der Statistischen Region Lüneburg.

Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern in Niedersachsen unverändert hoch im europäischen Vergleich

Der Verdienstabstand zwischen Frauen und Männern, der sogenannte (unbereinigte) Gender Pay Gap, betrug 2021 in Niedersachsen 19% und auf Bundesebene 18%, der Abstand ist damit gegenüber dem Vorjahr unverändert hoch geblieben und lag für Niedersachsen und Deutschland nach wie vor deutlich über dem EU-Durchschnitt von zuletzt 13% (vgl. Tab. T3 und Abb. A7). Europaweit zeigte sich weiterhin eine große Spanne beim Verdienstabstand: Am höchsten war er in Estland (21%), während Luxemburg für 2021 erstmalig keinen Verdienstabstand (Wert 0%) verzeichnete (in zwei EU-27-Staaten fehlten Angaben für 2021). Mittelfristig seit 2016 ist der Gender Pay Gap in Tschechien und Spanien (-7 bzw. -6 Prozentpunkte) am stärksten zurückgegangen. Einen Anstieg verzeichnete lediglich Ungarn (+3 Prozentpunkte).

Balken-Diagramm: Gender Pay Gap (Verdienstabstand von Frauen zu Männern) im EU-Vergleich 2021 in Prozent (Anmerkung: Wert für Irland 202 , für Griechenland 2018); Werte der EU-Staaten sowie Niedersachsen und EU27-Durchschnitt sortiert nach Höhe (Werte aus Tabelle 3).
A7 Gender Pay Gap (Verdienstabstand von Frauen zu Männern) im EU-Vergleich 20211) – Prozent –

Autor/-innen

Fußnoten

  • 1
    Die Angaben zum Bruttoinlandsprodukt weichen von anderen Veröffentlichungen ab, da Eurostat die Revisionen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (AK VGRdL) nicht zeitnah berücksichtigen kann.
  • 2
    Aufgrund von methodischen Veränderungen im Rahmen der Neugestaltung der Erhebung sind alle Ergebnisse des Mikrozensus ab dem Berichtsjahr 2020 grundsätzlich nur noch bedingt mit Vorjahren vergleichbar. Weitere Informationen zur methodischen Neugestaltung des Mikrozensus ab 2020 und zu den Auswirkungen der Neugestaltung und der Corona-Krise auf die Ergebnisse der Jahre 2020 und 2021 finden Sie auf der Informationsseite des Statistischen Bundesamtes: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Haushalte-Familien/Methoden/mikrozensus-2020.html
  • 3
    „Beschäftigte“ im Sinne der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit sind sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigte.
  • 4
    Arbeitslose im Sinne der Arbeitslosenstatistik sind Arbeitsuchende ab 15 Jahren bis zur Vollendung des Rentenalters, die beschäftigungslos sind bzw. nur eine geringfügige Beschäftigung (unter 15 Stunden in der Woche) ausüben und eine versicherungspflichtige Beschäftigung (mindestens 15 Stunden in der Woche) suchen. Sie müssen in der Bundesrepublik Deutschland wohnen, für eine Arbeitsaufnahme sofort zur Verfügung stehen und sich persönlich bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit oder einem Träger der Grundsicherung als arbeitslos gemeldet haben. Nicht dazu gehören: Schülerinnen und Schüler, Studierende, Teilnehmende an beruflichen Bildungsmaßnahmen, Personen in Elternzeit, arbeitsunfähig Erkrankte sowie Empfängerinnen und Empfänger von Altersrente.