Landwirtschaftliche Bodennutzung in Niedersachsen 2025

Luftaufnahme einer Agrarlandschaft: Kartoffelacker, Rapsfelder und grüne Ackerflächen, im Hintergrund Häuser
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Welche Feldfrüchte wurden im Jahr 2025 auf den landwirtschaftlichen Flächen in Niedersachsen angebaut? Wie viel Gemüse, Erdbeeren, Spargel, Champignons oder Heidelbeeren wurden geerntet? Stieg der Anteil ökologisch erzeugter Agrargüter? Diese und weitere Informationen erhalten Sie im zweiten Teil des Jahresrückblicks zur Landwirtschaft in Niedersachsen 2025.

Die Erhebung über die Bodennutzung wurde im Jahr 2025 als Stichprobenerhebung durchgeführt. Im Ergebnis nutzten 34.130 Betriebe in Niedersachsen rund 2,6 Mio. ha Fläche zu landwirtschaftlichen Zwecken. Diese wurden als Ackerland, Dauergrünland und mit Dauerkulturen bewirtschaftet.

A1 Aufteilung der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Niedersachsen. 27% Dauergrünland, 72% Ackerland, 1% Dauerkulturen
A1 Aufteilung der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Niedersachsen 2025

Kartoffelanbau weiterhin herausragend im bundesweiten Vergleich

Den größten Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche machte auch im Jahr 2025 mit 72,4% das Ackerland aus. Von 241.500 Hektar, auf denen Hackfrüchte angebaut wurden, entfielen 139.900 Hektar auf den Kartoffelanbau. Das waren im Jahr 2025 rund 46,4% aller Kartoffelflächen in Deutschland (301.800 Hektar). Dabei handelte es sich sowohl um Speise- als auch Industriekartoffeln. Letztere werden unter anderem für die Herstellung von Stärke verwendet, die zum Beispiel in der Pharmazie, der Papierherstellung oder der Kosmetikindustrie benötigt wird.

Getreide spielte flächenmäßig größte Rolle

Die flächenmäßig größte Rolle spielte 2025 in Niedersachsen das Getreide zur Körnergewinnung, da auf 33,0% der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF) unter anderem Weizen (386.600 Hektar), Gerste (185.400 Hektar) und Körnermais (101.700 Hektar) angebaut wurden. Der Anbau stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 8,6% (2025: 859.600, 2024: 791.400 Hektar). An der bundesdeutschen Fläche für Getreide zur Körnergewinnung machte im letzten Jahr die niedersächsische Fläche 14,3% aus.

Zweitstärkste Anbaufrucht nach Ge­treide war auch 2025 der Silomais. Trotz einer Abnahme von 4,4% zum Vorjahr nahm er rund ein Viertel bzw. 449.200 ha des Ackerlandes in Niedersachsen ein.

A2 Balkendiagramme zeigen die detaillierte Aufteilung der drei landwirtschaftlich genutzten Flächen, Ackerland, Dauergrünland und Dauerkulturen in Niedersachsen im Jahr 2025: Unter anderem 859600 Hektar Getreide zur Körnergewinnung und 544500 Hektar Weiden.
A2 Aufteilung der drei landwirtschaftlich genutzten Flächen, Ackerland, Dauergrünland und Dauerkulturen in Niedersachsen im Jahr 2025 – Angaben in Hektar

Nach einer Reduktion der Fläche im vergangenen Jahr, wurde 2025 wieder mehr Winterraps angebaut. Die Flächengröße stieg zum Vorjahr um 2,4%. Das Niveau des Jahres 2023 wurde allerdings nicht erreicht (2023: 115.000 ha, 2024: 95.700 ha, 2025: 97.400 ha). Vor allem rückgängige Erträge und sehr hoher Aufwand beim Anbau sind Gründe für den stagnierenden Anbau. Der Anbau von Zuckerrüben nahm – entgegen dem Trend der letzten Jahre – im Vergleich zum Vorjahr um 17,0% auf rund 101.300 ha ab. Auch hier spielte der Weltmarktpreis eine wichtige Rolle und wird auch im kommenden Jahr wohl starke Auswirkungen auf den Zuckerrübenanbau haben.

Dauergrünland und Sojaanbau in Niedersachsen steigen weiter

Soja aus heimischem Anbau wird in Deutschland derzeit vor allem in der ökologischen Landwirtschaft als Tierfutter genutzt. Der Schwerpunkt des Anbaus liegt in Süddeutschland. Jedoch nahm die Fläche für Sojaanbau in Niedersachsen im Vergleich zum Vorjahr um 500 ha auf 2.400 ha zu.

Die Fläche für Dauergrünland vergrößerte sich um 2,8% zum Vorjahr und lag im Jahr 2025 bei 699.100 ha, nachdem zwischen 2023 und 2024 noch ein Rückgang von 1,4% zu verzeichnen war. Weiden nahmen mit 544.500 ha (77,9%) den größten Flächenanteil am Dauergrünland ein.

Gemüse, Erdbeeren und Spargel in Niedersachsen: Mehr Betriebe, größere Flächen, starke Regionen

Gemüse, Erdbeeren und Spargel

Die Gemüseerhebung findet jährlich im Herbst statt, eine Vorerhebung zu Erdbeeren und Spargel stets im Juni zuvor. Alle vier Jahre erfolgt eine Totalerhebung, zuletzt im Jahr 2024. Daher wurde für die Erhebung im Jahr 2025 nur eine Stichprobe aller Betriebe befragt. Es kann daher zu Unschärfen im Vergleich zum Vorjahr kommen.

957 Betriebe bauten im Jahr 2025 in Niedersachsen auf insgesamt 26.489 ha Freilandfläche Gemüse an – ein Zuwachs von 8,6% gegenüber dem Vorjahr. Die Erntemenge belief sich auf 824.815 Tonnen. Unter hohen, begehbaren Schutzabdeckungen produzierten 173 Betriebe rund 37.470 Tonnen Gemüse auf etwa 125 ha. 2024 waren es noch 185 Betriebe gewesen.

Insgesamt wuchs die Anbaufläche für Gemüse und Erdbeeren (im Ertrag) um 6,6%. Damit standen rund 1.800 ha mehr Fläche zur Verfügung als im Jahr zuvor. Die Region Weser-Ems verfügte 2025 mit 13.488 ha über die größte Anbaufläche in Niedersachsen, die meisten Betriebe (379) waren jedoch in der Region Lüneburg ansässig. Durchschnittlich bewirtschaftete ein niedersächsischer Gemüse- oder Erdbeerbetrieb etwa 27 ha, umgerechnet rund 39 Fußballfelder.

Von den 957 Betrieben mit Freilandgemüse wirtschafteten 188 vollständig ökologisch – 4,1% weniger als 2024. Trotz des Rückgangs bei der Zahl der Betriebe stiegen sowohl die ökologische Anbaufläche (2.794 ha) als auch die Erntemenge (88.231 t). Beide Werte lagen über dem Niveau von 2024 (2.652 ha; 82.804 t).

Spargel: Niedersachsen bleibt Spitzenreiter

Spargel bleibt ein niedersächsisches Aushängeschild. Auch 2025 lag knapp ein Fünftel der deutschen Spargelanbaufläche im Ertrag (19,5%) im Bundesland – insgesamt 3.754 ha und damit so viel, wie in keinem anderen Bundesland. 202 Betriebe bauten den Asparagus officinalis an, die meisten davon in der Statistischen Region Lüneburg. Ein durchschnittlicher Spargelhof bewirtschaftete rund 22 ha und erzielte einen Ertrag von 53,0 dt/ha. Neun Betriebe produzierten Spargel ökologisch, mit einem leicht geringeren Ertrag von 51,2 dt/ha.

Erdbeeren: Niedersachsen erneut unter den Top-Anbaugebieten

Weiterhin zu den führenden Regionen Deutschlands gehört Niedersachsen auch beim Erdbeeranbau im Freiland. 2025 wuchsen die roten Früchte auf 2.004 ha – rund ein Viertel der bundesweiten Erdbeerfläche im Ertrag (8.474 ha). Von 199 Betrieben bauten 185 Erdbeeren im Freiland an, 74 setzten auf Schutzabdeckungen. Die Anbaufläche ist seit 2015 allerdings deutlich geschrumpft – um insgesamt 38,3%. Die Erntemenge erreichte 2025 rund 28.905 t. Spitzenreiter war erneut die Region Weser-Ems mit 1.540 ha, was 60% der gesamten niedersächsischen Erdbeerfläche entspricht.

A3 Anbau von Erdbeeren in Niedersachsen von 2015 bis 2025. Zunahme von Anbau unter Schutzabdeckungen. Abnahme von Anbau im Freiland.
A3 Anbaufläche von Erdbeeren in Niedersachsen 2015 bis 2025 – Angaben in Hektar

Grünkohl: Niedersachsen auf Platz zwei im Bundesvergleich

Neben den Sommerklassikern Spargel und Erdbeeren bleibt der Grünkohl im Norden ein traditionelles Wintergemüse. 2025 wurde er auf 345 ha angebaut. Das sind 38 ha weniger als 2024. Im Bundesvergleich belegt Niedersachsen (988 ha bundesweit) damit Platz zwei hinter Nordrhein-Westfalen (467 ha). Die Erntemenge ging von 7.177 Tonnen im Vorjahr auf 6.260 Tonnen zurück. Innerhalb Niedersachsens dominierte erneut die Region Weser-Ems mit 247 ha Anbaufläche.

Möhren und Zwiebeln weiterhin wichtigste Gemüsearten

Wie bereits 2024 gehörten auch 2025 neben Spargel vor allem Speisezwiebeln (7.098 ha) sowie Möhren und Karotten (2.462 ha) zu den am häufigsten angebauten Gemüsearten im Freiland. Beide Kulturen legten bei den Anbauflächen deutlich zu: +1.600 ha bei Speisezwiebeln und +243 ha bei Möhren und Karotten. Die Region Lüneburg war 2025 für beide Kulturen das wichtigste Anbaugebiet mit 3.131 ha Speisezwiebeln und 1.169 ha Möhren und Karotten.

A4 Anbaufläche von Kohlgemüse 2025: Unter anderem 1033 Hektar Brokkoli, 849 Hektar Blumenkohl, 345 Hektar Grünkohl.
A4 Anbaufläche von Kohlgemüse in Niedersachsen 2025 – Angaben in Hektar

Wichtige Gemüsearten im Freiland waren 2025

  • das Wurzel- und Knollengemüse, z. B. Radieschen oder Möhren (11.308 ha),
  • das Blatt- und Stängelgemüse wie Salat, Spinat oder Spargel (8.918 ha Fläche) sowie
  • das Kohlgemüse wie Blumenkohl oder Grünkohl (3.701 ha).
A5 Anbauflächen von verschiedenen Gemüsearten 2025 im Freiland. Insgesamt 26485 Hektar, davon sind 33% Blatt- und Stängelgemüse und 14 % Kohlgemüse. An erster Stelle steht Wurzel- und Knollengemüse mit 43%
A5 Anbaufläche von verschiedenen Gemüsearten 2025 im Freiland

Speisepilze: Champignons bleiben Champions im Anbau

Die Erzeugung von Speisepilzen wird seit 2012 jährlich erhoben. Aufgrund der statistischen Geheimhaltung in Verbindung mit der geringen Betriebszahl können jedoch nur wenige Daten für Niedersachsen veröffentlicht werden. Im Jahr 2025 erzielten die 11 niedersächsischen Betriebe auf 200 ha Erntefläche eine Erntemenge von 41.404 t. Die davon 7 ökologisch wirtschaftenden Betriebe besaßen zusammen eine Erntefläche von 143,5 ha. Den Großteil der Produktionsmenge machten Champignons aus (41.095 t), daneben wurden unter anderem Austernseitlinge und Shiitake produziert.

Jährlich mehr ökologisch erzeugte Strauchbeeren in Niedersachsen

Der Strauchbeerenanbau in Niedersachsen wächst – insbesondere im ökologischen Bereich. Wie die jährliche Vollerhebung zeigte, bewirtschafteten im Jahr 2025 insgesamt 221 Betriebe rund 2.600 Hektar mit Strauchbeeren. Die Erntemenge stieg gegenüber dem Vorjahr um 9,2% auf etwa 12.860 Tonnen.

Der ökologische Anbau gewann dabei weiter an Bedeutung. 50 Betriebe erzeugten Strauchbeeren auf 575 Hektar nach ökologischen Richtlinien. Das entspricht einem Plus von zwei Betrieben und einem Flächenzuwachs von 2,7% im Vergleich zu 2024.

Dreiviertel alle Betriebe bauen Heidelbeeren an

Mit großem Abstand wichtigste Beere in Niedersachsen blieb auch 2025 die Kulturheidelbeere. Auf 2.239 Hektar nahm sie den größten Teil der Anbaufläche ein und wurde von nahezu drei Viertel aller Betriebe kultiviert. Obwohl die Fläche im Freiland leicht um 0,4% zurückging, fiel die Ernte höher aus. Der durchschnittliche Ertrag stieg auf 46,7 dt/ha (2024: 44,6 dt/ha), sodass insgesamt 10.460 Tonnen geerntet wurden – rund 430 Tonnen mehr als im Vorjahr.

Auch im ökologischen Anbau spielte die Kulturheidelbeere eine zentrale Rolle. Auf 439 Hektar erzielten 29 Betriebe eine Erntemenge von 1.282,6 Tonnen. Der durchschnittliche Ertrag lag hier bei 29,2 dt/ha. Gegenüber 2024 nahm die ökologisch bewirtschaftete Fläche um rund 2,3% zu.

An zweiter Stelle der Strauchbeeren im Freiland folgte 2025 die Aroniabeere mit einer Anbaufläche von etwa 81 Hektar. Allerdings setzte sich der seit mehreren Jahren zu beobachtende leichte Flächenrückgang fort. Gegenüber dem Vorjahr schrumpfte die Anbaufläche um rund 9 Hektar. Ob sich das aus Nordamerika stammende Rosengewächs langfristig etablieren kann oder lediglich eine vorübergehende Erscheinung bleibt, lässt sich derzeit noch nicht abschließend beurteilen.

A6 Anbau von Strauchbeeren und Kulturheidelbeeren 2021 bis 2025. Abnahme der Betriebe insgesamt aber Zunahme der Flächen insgesamt. Anzahl der Betriebe sowie Größe der Anbaufläche bei Kulturheidelbeeren nehmen leicht zu.
A6 Anbaufläche von Strauchbeeren und Kulturheidelbeeren 2021 bis 2025 – Angaben in Hektar

Zierpflanzenregion Weser-Ems

Nach der letzten Erhebung im Jahr 2020 wurden im vergangenen Jahr erneut Zierpflanzenbetriebe in Niedersachsen befragt. Im Jahr 2025 wurden von 306 Betrieben auf 762,1 Hektar Fläche Zierpflanzen angebaut – das entspricht fast der Hälfte der Gesamtfläche der Insel Juist. Die Gesamtgrundfläche für Zierpflanzen im Freiland verteilte sich auf Flächen

  • zum Anbau von Beet-, Balkon- und Zimmerpflanzen sowie Stauden (einschließlich Wasserpflanzen) (375,6 Hektar),
  • zum Anbau von Schnittpflanzen und Zierkürbissen (179,8 Hektar) sowie
  • zur Produktion von Jungpflanzen/Halbfertigware (62,6 Hektar) und Sämereien, Blumenzwiebeln und Knollen (144,1 Hektar).

Rund die Hälfte (54,7%) der Fläche befand sich in der Region Weser-Ems.

Der Favorit unter den Zimmerpflanzen war im Jahr 2025 der Weihnachtsstern. Rund 3,3 Mio. Exemplare wurden als Fertigware oder Jungpflanzen von 45 Betrieben in den Verkauf gebracht. Dicht gefolgt von der beachtlichen Anzahl von etwa 3,1 Mio. Kakteen, Blatt- und Grünpflanzen (inklusive Unterwasserpflanzen).

Pflanzen. Ins Auge fallen die leuchtend pinken Weihnachtssterne.
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Bei den Schnittblumen im Freiland sind es vor allem Sommerblumen und Schnittstauden sowie Narzissen, Gladiolen, Tulpen und Sonnenblumen, die die Flächen zum Zierpflanzenanbau in Niedersachsen schmücken (126,5 Hektar Anbaufläche1Die Anbaufläche entspricht der Fläche, die zum Anbau genutzt wurde. Beispielsweise werden auf 4 Hektar im Jahr zwei Mal Zierpflanzen angebaut. Die Grundfläche ist daher 4 Hektar, die Anbaufläche entspricht 8 Hektar.). Auf rund 59 Hektar konnten in Niedersachsen im Jahr 2025 Blumen selbst geschnitten werden.

A7 Weser-Ems ist die Zierpflanzenregion Nummer 1 mit über der Hälfte der Fläche in Niedersachsen. In den Regionen Braunschweig Hannover und Lüneburg zwischen 11% und 18%.
A7 Anbaufläche von Zierpflanzen in Niedersachsen 2025

Baumschulen in Niedersachsen: Weniger Betriebe, weniger Fläche

Neben den Zierpflanzenbetrieben wurden im Jahr 2025 nach vier Jahren wieder Baumschulbetriebe erfasst. Im Jahr 2025 waren in Niedersachsen insgesamt 356 Baumschulen ansässig, die zusammen 4.060 Hektar Fläche bewirtschafteten. Im Vergleich zur letzten Baumschulerhebung im Jahr 2021 nahm die Betriebsanzahl (399 Betriebe) um rund 13,3% ab.

Auch die Fläche nahm in den vergangenen vier Jahren um nahezu 15% ab (2021: 4.794 ha). Im bundesweiten Vergleich hatte Niedersachsen im Jahr 2025 die meiste Baumschulfläche, die 26,5% der Gesamtfläche (15.351 Hektar) ausmachte. 77,9% aller Flächen für Rhododendren und Moorbeetpflanzen in Deutschland lagen in Niedersachsen (234 Hektar), allein in der Region Weser-Ems waren es 219 Hektar.

Die Region Weser-Ems (264 Betriebe, 3.195 Hektar) und insbesondere der Landkreis Ammerland (149 Betriebe, 2.252 Hektar) stachen besonders hervor. Dort ist das Aufschulen von Bäumen und Sträuchern seit Jahrzehnten Tradition. Klima und Boden – insbesondere der vorhandene Torf – sind im Ammerland besonders gut geeignet und fördern seit jeher diesen Wirtschaftszweig. Neben den meisten Flächen waren dort auch die meisten Betriebe angesiedelt.

A8 Landkarte zur Verteilung der Betriebe 2025 in Niedersachsen. In Ammerland liegen die meisten Baumschulen, Südosten Niedersachsens hat keine ansässigen Betriebe.
A8 Anzahl der Betriebe nach Landkreisen und Städten in Niedersachsen 2025

Niedersachsenweit wurden im Jahr 2025 vor allem Laub- und Nadelbäume (auch Solitärpflanzen) für zum Beispiel Alleen, Straßen oder Parks sowie Koniferen/Nadelgehölze und Heckenpflanzen produziert.

A9 Großteil der Baumschulflächen wird für Laub- und Nadelbaumproduktion sowie für Ziersträucher genutzt.
A9 Baumschulflächen in Niedersachsen 2025 nach Nutzungsarten

Fazit

Unverändert blieb 2025 der Anteil des Ackerlands an der landwirtschaftlich genutzten Fläche insgesamt. Rund Dreiviertel der LF wurden als Acker genutzt. Dabei machte der Kartoffelanbau nach dem Getreide zur Körnergewinnung einen erheblichen Anteil aus, sodass nahezu die Hälfte aller deutschen Kartoffeln niedersächsisch waren.

Im Strauchbeerenanbau blieb Niedersachsen 2025 weiterhin der Kulturheidelbeere treu, die von nahezu 75% der Betriebe kultiviert wurde. Als Pendant auf Seiten der Zierpflanzen kann der Weihnachtsstern gesehen werden. Rund 3,3 Mio. Stück wurden 2025 von niedersächsischen Betrieben in den Umlauf gebracht. Baumschulen waren 2025 in Niedersachsen vor allem auf Laub- und Nadelbäume sowie Koniferen/Nadelgehölze und Heckenpflanzen fokussiert.

Beim Gemüse ohne Erdbeeren und Spargel zeichnete sich eine Umkehr des Trends der letzten Jahre ab. Die Fläche für Gemüse insgesamt sowie die Betriebszahl nahm wieder zu. Bei Erdbeeren und Spargel war die Fläche jedoch weiterhin rückläufig. Der Anbau von Strauchbeeren befand sich 2025 im Wachstum. Die Produktion von Speisepilzen blieb konstant, wobei Niedersachsen vor allem Champignons produzierte.


Ausführliche Informationen zu den Obst- und Gemüseerhebungen finden Sie auf der Website des LSN.

Einen Überblick über die niedersächsische Ernte 2025 bietet der erste Teil des Jahresrückblicks Landwirtschaft.

Fußnoten

  • 1
    Die Anbaufläche entspricht der Fläche, die zum Anbau genutzt wurde. Beispielsweise werden auf 4 Hektar im Jahr zwei Mal Zierpflanzen angebaut. Die Grundfläche ist daher 4 Hektar, die Anbaufläche entspricht 8 Hektar.